Omaruru Game Lodge



Hallo Andi, bei Etoscha ist Okaukuejo erste und Halali zweite und Namutoni dritte Wahl. Wenn es dir nur auf Tiere ankommt, so kannst du auch noch eine Game Lodge besuchen auf dem Weg nach Süden zurück nach Windhoek. Das sind Gäste Lodgen, die auf den Gamedrives viele verschiedene Tiere in “freier” Wildbahn bieten, die z.T. halbzahm sind und du sie so in allernächster Nähe betrachten kannst. Beispiele: Omaruru Game lodge (Elefanten, Nashörner, Hippos, Giraffen, viele Antilopen) MtEtjo Lodge (wie Omaruru, aber weniger Garantie mit Elefanten und Nashörnern) Okapuka (z.B. Blessböcke, Krokodil, Nashörner u.a.) Düsternbrook (Geparden, Leoparden, Wasserböcke und Nashörner mit Glück) Gruß Burschi

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Am Tag 12 fuhren wir 2 Invaliden nach dem Frühstück – das für mich mit Toast und Tee recht mager ausfiel – gegen 10 Uhr nach Omaruru. In unserem Iwanowski Tour-Planer wurde empfohlen, kurz Halt in Omaruru zu machen und zum Tikoloshe Souvenirgeschäft zu fahren, da es dort schöne Wurzelholzschnitzereien gibt. Gesagt getan. Wir wurden von einem deutschen Auswanderer empfangen, der sowohl in Omaruru als auch in Windhoek Souvenirgeschäfte führt. Die Wurzelschnitzereien haben uns nicht so gut gefallen, dafür haben wir aber 2 schöne Elefanten-Schlüsselanhänger und 1 Holzkamm gefunden. Im Anschluss fuhren wir in die Stadt zu einem weiteren Souvenirladen namens Sun Dragon, haben dort aber nichts gefunden.

Im Spar Supermarkt (ja, den gibt’s auch in Afrika) haben wir dann unser Reiseproviant aufgestockt. Für mich gab’s Cola und Zwieback .

Von Omarura aus sind wir dann weiter nach Uis gefahren. In Uis beginnt das Damaraland. Das Gebiet ist bekannt für Felszeichnungen der Bushmen, z. B. White Lady Rock Painting. Da wir beide nicht unbedingt riesengroße Fans von Felszeichnungen waren, haben wir kurz in Uis Halt gemacht und eine Mittagspause eingelegt. Für mich gab’s – wie könnte es auch anders sein – Zwieback und Cola. Von Uis aus fuhren wir dann weiter Richtung Norden nach Khorixas, um zu tanken. Die teilweise geteerte Straße war eine willkommene Abwechslung .

Ab Khorixas übernahm dann Daniel wieder das Steuer.

Wir nahmen Kurs auf unsere nächste Station – die Huab Lodge. Auf dem Weg zur Lodge veränderte sich die Landschaft und meine Hauptaufgabe bestand zu meiner großen Freude darin, zahlreiche Viehtore zu öffnen . Kurz vor unserer Ankunft sahen wir unterwegs ein paar Warzenschweine, Oryx und Kudu (Antilopenarten).

An der Huab Lodge angekommen, wurden wir herzlich von Hermann – einem Mitarbeiter der Lodge – empfangen, der perfektes Deutsch sprach, aber gebürtiger Namibianer war. Zu unserer großen Verwunderung wusste er genau, dass wir von der Ai Aiba Lodge kamen. Unser Trip war von Iwanowski echt perfekt durchorganisiert worden. Die Lodge war wunderschön im Huab Flusstal gelegen. Wir wurden zu unserem Zimmer geführt, was sehr geschmackvoll eingerichtet war, mit Terrasse und verglaster Dusche, also offenem Blick ins Freie. Wir erholten uns kurz und dann gab’s auch schon Abendessen mit den Lodge-Besitzern Jan und Susi, Hermann, Kimi und weiteren, etwas älteren Gästen (aus Südafrika und Großbritannien).

Wir haben uns gefühlt wie bei Hemingway. Jan präsentierte uns südafrikanische Weine und Mercia – die Köchin – stellte in der typischen Klick-Sprache (viele verschiedene Schnalzlaute – hätte es vielleicht irgendwann durch vollständige Verknotung meiner Zunge auch hingekriegt, aber hab’s dann doch gelassen ) das Abendessen vor: Es gab von Hermann gekochte superleckere Rote-Beete-Suppe, Kingklip in Joghurt-Soße, Rindfleisch, Kartoffeln und als Nachtisch Erdbeer-Creme. Aufgrund meines immer noch angeschlagenen Darms und auf Anraten von Daniel, habe ich dann schweren Herzens auf den leckeren Nachtisch verzichtet .

Da es Daniel und mir immer noch ziemlich bescheiden ging, haben uns die Lodge-Besitzer leckeren Tee gekocht. Wir haben uns dort so gut umsorgt gefühlt. Es war eine richtig familiäre Atmosphäre und letztlich die Unterkunft, die uns auch am besten gefallen hat.

Nach dem Essen war ich noch kurz in der Thermalquelle unter freiem Sternenhimmel – bis auf die zahlreichen Moskito-Attacken einfach herrlich! Daniel hatte sich noch zu schlapp gefühlt und blieb im Zimmer.

Unsere 1. Nacht in der Huab Lodge war leider alles andere als ruhig. Das Moskito-Netz schützte uns zwar vor Stichen, aber die Anflüge der Biester blieben leider nicht unbemerkt, sodass wir kaum ein Auge zumachten.